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  • Foto: MA 68 Lichtbildstelle

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Wien: Fünf Verletzte nach Explosion in einem Wohnhaus

Eine Explosion erschütterte kurz vor 21 Uhr das Gebiet um den Arthaberplatz in Favoriten: in einer als Büro genutzten Wohnung in einem Eckhaus kam es aus bisher unbekannter Ursache zu einer heftigen Detonation. Fenster und Büromöbel wurden auf die Straße geschleudert und es brannte in der Wohnung.

Wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Feuerwehrkräfte ein. Ein Zimmer stand bereits in Vollbrand, die Flammen schlugen ins Stiegenhaus. Wegen des Rauchs konnten die HausbewohnerInnen nicht mehr über das Stiegenhaus flüchten.

Die Besatzung eines Feuerwehrfahrzeuges bekämpfte unter Atemschutz sofort die Flammen mit einer Löschleitung und drängte das Feuer in die Wohnung zurück. Weitere Einsatzkräfte begannen mit der Evakuierung des Hauses. Eine Person im 3.Stock stand panisch an einem Gangfenster des vollkommen verrauchten Innenhofs. Zur Sicherheit wurde ein Sprungkissen aufgestellt, Feuerwehrleute erreichten die Person aber rechtzeitig über das Stiegenhaus und brachten sie mit einer Fluchtfiltermaske ins Freie. Insgesamt wurden neun Personen mit Fluchtfiltermasken durch das Stiegenhaus und mit der Drehleiter von außen in Sicherheit gebracht und den Rettungskräften übergeben. Zwei Personen mussten in ein Spital eingeliefert werden.

Durch die Druckwelle der Explosion waren Wände eingestürzt bzw. eingedrückt. Drei Wohnungen wurden wegen Einsturzgefahr gesperrt, die BewohnerInnen in Ersatzwohnungen untergebracht.

Infolge der Explosion und der auf die Straßen geschleuderten Gegenstände waren die umliegenden Straßen während des Einsatzes für den öffentlichen als auch für den Individualverkehr gesperrt.

UPDATE - LPD Wien:

Nach derzeitigem Stand wurden zehn Personen leicht verletzt und von der Wiener Berufsrettung erstversorgt.

Die Brandermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes Wien hat die weitere Amtshandlung übernommen und war in den Nachtstunden sowie heute Vormittag am Explosionsort. Die Experten konnten ermitteln, dass durch ein Küchengerät in der Wohnung ein Brand entstanden ist und dort lagernde Gaskartuschen in weiterer Folge explodierten. Von Fremdverschulden ist derzeit nicht auszugehen.


Quelle: Berufsfeuerwehr Wien / Magistratsabteilung 68