Freigabe vielleicht erst Sonntagabend - Großeinsatz der Feuerwehr - Keine Verletzten
Nach dem Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb in Wien-Donaustadt ist die Südosttangente (A23) zwischen dem Knoten Kaisermühlen und dem Stadlauer Tunnel in beiden Fahrtrichtungen weiterhin gesperrt. Eine Überprüfung durch einen Statiker ergab der Feuerwehr zufolge, dass die Halle akut einsturzgefährdet ist und die Strecke vorerst nicht freigegeben werden kann. Der Asfinag zufolge könnte die Freigabe der gesamten Strecke aus Sicherheitsgründen erst am Sonntagabend erfolgen.
Ursprünglich war geplant gewesen, die Strecke heute Abend wieder für den Verkehr zu öffnen. Dies dürfte sich aufgrund der umfangreicheren Arbeiten an der Halle aber verzögern. Nicht ausgeschlossen wurde seitens der Asfinag, dass die Strecke zumindest für eine Fahrtrichtung am Samstag wieder freigegeben werden kann.
Auf den unmittelbaren Ausweichstrecken, wie der Erzherzog-Karl-Straße und der Stadlauer Straße, gab es laut ÖAMTC bereits in der Früh teils erhebliche Verzögerungen, die im Laufe des Tages zunehmen dürften. "Wir empfehlen hier bei Möglichkeit großräumig, wie etwa über die A22, auszuweichen", sagte eine Sprecherin der APA.
Stundenlanger Großeinsatz
Der Großbrand in dem Entsorgungsbetrieb in Wien-Donaustadt löste am Freitagabend einen stundenlangen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Rund 120 Feuerwehrleute standen im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern.
Alarmiert wurde die Berufsfeuerwehr Wien gegen 18.00 Uhr zu einem Brand in einer Lagerhalle sowie in angrenzenden Freilagerflächen eines Entsorgungsbetriebes in der Deinleingasse. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten die Flammen bereits große Teile der Halle sowie gelagertes Material im Außenbereich erfasst. Aufgrund der raschen Brandausbreitung und der starken Rauchentwicklung wurde "Alarmstufe 4" ausgerufen.
Wasserwerfer im Einsatz
Die Brandbekämpfung erfolgte mit mehreren Löschleitungen und Wasserwerfern. Vorrangiges Ziel war es laut Feuerwehr, ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Objekte zu verhindern. Die Löscharbeiten wurden durch die hohe Brandlast, die intensive Rauchentwicklung sowie die Größe des Brandobjekts erheblich erschwert.
Gegen 21.00 Uhr gelang es den Einsatzkräften, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die vollständige Brandbekämpfung sowie umfangreiche Nachlöscharbeiten dauerten jedoch bis in die Morgenstunden an. Auch am Samstag wurden laut Feuerwehr noch Glutnester abgelöscht und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Während des Brandes befanden sich keine Personen in der betroffenen Lagerhalle. Verletzt wurde niemand.
Während des gesamten Einsatzes arbeitete die Berufsfeuerwehr Wien mit der Berufsrettung Wien, der Landespolizeidirektion Wien, der ASFINAG und den ÖBB zusammen. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. Feuerwehrstadträtin Barbara Novak, die sich selbst vor Ort ein Bild der Lage machte, dankte den Einsatzkräften. "Oberstes Ziel bleibt der Schutz aller Beteiligten und die Sicherheit aller Einsatzkräfte", erklärte sie.
Quelle: Stadt Wien