• Foto: Land Salzburg/Neumayr/Kolarik

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  • Foto: Land Salzburg/Büro Edtstadler

Digitalisierungsschub für den Landes-Katastrophenhilfebeirat

Regelmäßiger Austausch von Landesregierung, Einsatzkräften und Behörden / Neun neue Mitglieder

(LK) Damit die Sicherheit der Bevölkerung bestmöglich gewährleistet ist, braucht es ein enges Zusammenspiel von Behörden sowie Einsatz-, Hilfs- und Rettungsorganisationen. Der Landes-Katastrophenhilfebeirat spielt dabei eine wichtige Rolle, da er die Landesregierung in Fragen der Katastrophenvorsorge und -bewältigung berät und dabei die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen koordiniert.

Bei der heutigen Sitzung des Landes-Katastrophenhilfebeirats wurden neun neue Mitglieder vorgestellt. Nachdem sie bereits bei Katastrophenschutzübungen im vergangenen Jahr teilgenommen und sich somit ein Bild in der Praxis machen konnte, hatte Landeshauptfrau Karoline Edtstadler heute zum ersten Mal den Vorsitz des Beirats inne. „Katastrophenschutz beginnt lange vor dem Ernstfall. Dann zählen Handlungsstärke, Zusammenarbeit und klare Abläufe. Dieser Beirat bringt die entscheidenden Partner an den Tisch, um Risiken frühzeitig zu erkennen, die Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen zu stärken und Salzburg so bestmöglich auf Krisen und Katastrophen vorzubereiten. Ich danke allen Beteiligten, die gemeinsam die Sicherheit der Bevölkerung nachhaltig gewährleisten“, betont Edtstadler bei der Sitzung im Stabsraum der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ).

Geschäftsordnung wird modernisiert

Neben der Vorstellung der neuen Beiratsmitglieder stand auch die Novellierung der Geschäftsordnung auf der Tagesordnung. Anlass dafür ist, dass sich die derzeit geltende Verordnung noch auf das bisherige Katastrophenhilfegesetz bezieht. Im Zuge der Novellierung wird das bewährte Grundkonzept beibehalten und durch praxisorientierte Ergänzungen an die Anforderungen eines modernen, umfassenden Krisen- und Katastrophenschutzmanagements angepasst. Wesentliche Änderungen betreffen:

  • die Regelungen zu physischen, hybriden und virtuellen Sitzungen,
  • die Zuständigkeit für die Festlegung des Sitzungsformats,
  • die Möglichkeit gemeinsamer Sitzungen mit anderen Beiräten sowie
  • die Anpassung der Verschwiegenheitspflicht an die durch das Inkrafttreten des Informationsfreiheitsgesetzes geänderte Rechtslage.

Katastrophenschutzmanagement wird digitaler

Markus Kurcz, Leiter des Katastrophenschutzes des Landes Salzburg, ist auch Geschäftsführer des Katastrophenhilfebeirates. Er fasst die aktuellen Entwicklungen im Salzburger Katastrophenschutzmanagement wie folgt zusammen: „Die Vollständigkeitsverordnung aus dem Jahr 1982 wird gezielt modernisiert und an die heutigen Anforderungen des Katastrophenschutzes angepasst. Parallel dazu werden die Erneuerung des KatGIS, ein System zur Abfrage und Speicherung von katastrophenrelevanten Daten, und die Einführung einer digitalen Stabsführungssoftware vorangetrieben, um Abläufe zu vereinfachen, Daten effizienter zu nutzen und die Einsatzführung zu verbessern.“

Wenige Großereignisse, intensives Übungsjahr

Zudem berichtet Kurcz in der Sitzung des Katastrophenhilfebeirates, dass das Jahr 2026 aus Sicht des Katastrophenschutzes des Landes bisher ein eher ruhiges Jahr war. Punktuelle Unwetterereignisse haben aber die Bezirksverwaltungsbehörden sowie die Einsatz-, Hilfs- und Rettungsorganisationen sehr wohl gefordert. Gleichzeitig war 2026 ein intensives Übungsjahr:

  • Länderübergreifende Katastrophenschutzübung mit Tirol im März 2026 (OLEX 2026)
  • Bezirks-Katastrophenschutzübung in Hallein am 10. Oktober 2026 (TENT ’26) und in St. Johann (Schlossalmbahn in Bad Hofgastein) am 3. Oktober 2026
  • 5 Stabsrahmenübungen im Rahmen der Stabsausbildung der Behörden und des LFV Salzburg


Quelle: Land Salzburg




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