+++ Wohnhäuser in Gefahr +++ Wohnhaus in Zernien unbewohnbar +++ Feuerwehr bis in die Mittagsstunden im Einsatz +++
Lüchow-Dannenberg (ots) -
Lüchow-Dannenberg (hbi/lmb/fs) Die Silvesternacht verlief für die Lüchow-Dannenberger Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr nicht so ruhig, wie in den letzten Jahren. Insgesamt fünf Einsätze forderten die Feuerwehrleute im gesamten Kreisgebiet.
Unmittelbar nach dem Jahreswechsel, genau um 00:01 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einer brennenden Hecke nach Lübbow alarmiert. Die Hecke grenzte direkt an ein Wohnhaus, sodass initial eine Ausbreitungsgefahr auf das Wohnhaus nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Einsatzkräfte aus Lübbow, Bösel und Wustrow hatten das Feuer aber schnell gelöscht und konnten wieder einrücken.
Für die Feuerwehr Wustrow sollte die Ruhe aber nicht lange anhalten. Gegen 2:45 Uhr wurde eine unklare Rauchentwicklung in der Bahnhofstraße gemeldet. Mehrere Feuerwerksbatterien waren in Brand geraten, diese waren schnell abgelöscht und der Einsatz damit beendet.
In Gartow benötigte der Rettungsdienst in der vergangenen Nacht Unterstützung bei einem Notfall und am heutigen Vormittag behinderte ein umgestürzter Baum den Straßenverkehr auf der B493 bei Kapern.
In der Samtgemeinde Elbtalaue kam es zu zwei größeren Brandeinsätzen innerhalb kurzer Zeit. In Gusborn wurde um 1:39 Uhr ein brennender Carport gemeldet, auch ein Wohnhaus sollte in Gefahr sein. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich diese Meldung:
Der Carport, ein darin parkender Geländewagen sowie eine angrenzende, hochgewachsene Kiefer standen bereits voll in Brand. Der Einsatzleiter erhöhte daher das Alarmierungsstichwort auf "B3", do wurde neben den Feuerwehren aus Gusborn, Quickborn, Siemen und Langendorf auch die Feuerwehr Dannenberg alarmiert. Die Sorge war groß, dass das Feuer in der vergleichsweise eng bebauten Straße auf das Wohnhaus sowie das Nachbarhaus übergreifen hätte können. Zudem befanden sich in dem brennenden Carport Gasbehälter. Unter anderem mit massivem Einsatz von Schaumlöschmittel gelang es den Feuerwehrleuten jedoch, den Brand rasch unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Carport und Auto brannten vollkommen aus. Die Einsatzkräfte suchten anschließend den Ort sorgfältig mit Wärmebildkameras ab, um mögliche Glutnester zu löschen und einen neuerlichen Ausbruch des Feuers zu verhindern. Insgesamt waren bis in den frühen Morgen rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz sowie Polizei und Rettungsdienst. Für die Bewohner des Hauses endete Silvester mit einem gehörigen Schock. Ernsthaft verletzt wurde aber niemand.
Eine Stunde nach der ersten Alarmierung zu dem Gusborner Brand, wurde erneut ein Brandeinsatz für die Feuerwehr der Samtgemeinde Elbtalaue gemeldet: in Zernien war der Anbau eines Wohnhauses in Brand geraten. Bei Eintreffen der Feuerwehr zeigte sich jedoch ein wesentlich größeres Lagebild. Der Anbau befand sich im Vollbrand, Teile des Daches des Wohnhauses waren bereits betroffen.
Aufgrund der schnellen Brandausbreitung wurde umgehend die Alarmstufe erhöht und weitere Ortsfeuerwehren nachgefordert. Vor Ort im Einsatz waren unter anderem Einsatzkräfte der Feuerwehren Gülden, Mützingen, Metzingen, Hitzacker, Karwitz, Kiefen und Dannenberg sowie weitere Einheiten der Samtgemeinde Elbtalaue. Neben mehreren Löschfahrzeugen kamen zwei Drehleitern zum Einsatz, um die Brandbekämpfung von außen zu unterstützen. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Ein Bagger wurde hinzugezogen, um die massive Dachkonstruktion zu öffnen und tiefsitzende Glutnester gezielt ablöschen zu können.
Eine Feuerwehrfrau zog sich während der Maßnahmen eine Rauchgasintoxikation zu und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Weitere Personen blieben unverletzt. Der Energieversorger schaltete den betroffenen Straßenzug vorsorglich stromlos.
Gegen 08:10 Uhr meldete die Einsatzleitung "Feuer unter Kontrolle". Im Anschluss folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten, die sich bis etwa 12:00 Uhr hinzogen. Die Einsatzkräfte waren damit über viele Stunden im Dauereinsatz. Die Verpflegung der eingesetzten Kräfte wurde durch die Feuerwehr Gülden sichergestellt. Das Wohnhaus ist "Totalschaden" und somit unbewohnbar, die Bewohnenden sind bei Angehörigen untergekommen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Quelle: Original-Content von: Kreisfeuerwehrverband Lüchow-Dannenberg e.V., übermittelt durch news aktuell