Zu einer unklaren Rauchentwicklung im Dachgeschoss eines Mehrparteienhauses im Ortsteil Rehberg alarmierte der diensthabende Disponent der Bereichsalarmzentrale Krems am Dienstagvormittag, 7. April 2026, die Feuerwachen Rehberg und Hauptwache. Unverzüglich rückten mehrere Fahrzeuge zum Einsatzort aus. Auch das Rote Kreuz Krems, sowie die Polizei wurden alarmiert.
Während der Einsatzleiter die Erkundung durchführte, bereitete ein Atemschutztrupp im Innenhof des Areals eine Löschleitung vor. Rasch gingen die ersten Einsatzkräfte unter Atemschutz in das Dachgeschoss vor, um den Brand zu lokalisieren. Dies gestaltete sich aufgrund der massiven Rauchentwicklung jedoch als schwierig. Daher ließ der Einsatzleiter umgehend die Alarmstufe erhöhen. Es wurden alle Feuerwachen der Feuerwehr Krems zum Brandeinsatz nachalarmiert.
Zeitgleich zum Start des Innenangriffs, wurden mehrere Personen und auch zwei Katzen in Sicherheit gebracht. Rasch wurde festgestellt, dass sich der Brand in der Zwischendecke des Dachbodens befand.
Parallel zu den Arbeiten im Innenbereich starteten die Einsatzkräfte auch einen Außenangriff. Um von beiden Seiten gleichzeitig vorgehen zu können, ließ der Einsatzleiter die Feuerwehr Langenlois mit dem Hubrettungsgerät nachalarmieren. Im Zuge der Brandbekämpfung kam es einer Durchzündung, wobei sich das Feuer breitet rasch über das gesamte Geschoss ausbreitete. Ein Atemschutztrupp konnte sich hier rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Eine wertvolle Unterstützung für den Einsatz war die Drohne mit Wärmbildkamera, sie unterstützte die Einsatzleitung mit aktuellen Luftbildern sowie Wärmebildaufnahmen.
Zu den weiteren Maßnahmen vor Ort zählte das großflächige Öffnen des Daches mittels Motorkettensägen, um Glutnester freizulegen und den Brand gezielt zu bekämpfen. Dieses Vorgehen zeigte rasch Wirkung, sodass der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden konnte.
Um die Brandlast zu brechen war ein großer Löschwassereinsatz notwendig. Um einen Schaden durch das Löschwasser am Gebäude gering zu halten wurden Nasssauger und Pumpen in Stellung gebracht, um das Löschwasser aufzufangen und zu beseitigen. Nachdem der Brand gelöscht und die Nachlöscharbeiten abgeschlossen waren, wurde ein Statiker hinzugezogen, der das Gebäude begutachtete und behördlich sperrte.
Seitens der Hausbewohner gab es keine Verletzten. Ein Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr stürzte im Zuge der Durchzündung bei der Flucht. Er wurde zur Kontrolle ins Universitätsklinikum Krems gebracht, blieb jedoch unverletzt. Ein weiteres Mitglied erlitt einen Schwächeanfall und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.
Im Einsatz standen 64 Mitglieder der Feuerwehr Krems sowie 103 Einsatzkräfte nachgeforderter Feuerwehren. Viele der Mitglieder waren bis in die späten Abendstunden damit beschäftigt die Fahrzeuge und Ausrüstung wieder einsatzbereit zu machen. Insgesamt standen die Kremser Feuerwehrleute rund sechs Stunden im Einsatz.
Zweimal nach Einsatzende rückte die Feuerwache Rehberg gemeinsam mit dem diensthabenden Offizier vom Dienst und der Drohnengruppe erneut zur Kontrolle des Objekts aus es konnten aber keine weiteren Brandquellen mehr gefunden werden.
Quelle: Freiwillige Feuerwehr Krems