Weinheim (ots) -
Während viele den Jahreswechsel im Kreis von Familie und Freunden verbrachten, standen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Weinheim bereit. Der Übergang in das Jahr 2026 forderte sie mit einer ungewöhnlich hohen Einsatzdichte. Am Ende überwiegt die Erleichterung. Keine Verletzten. Keine größeren Brände. Viel Engagement.
Weinheim. Am Morgen des 1. Januar zog Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach Bilanz zum Jahreswechsel 2025 auf 2026. Ruhig war diese Nacht nicht. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Weinheim bedeutete Silvester erneut Bereitschaft, Verzicht und Verantwortung.
In den vergangenen Jahren zeigte sich der Jahreswechsel in Weinheim sehr unterschiedlich. 2021 auf 2022 kam es zu einem Zimmerbrand im Miramar. 2022 auf 2023 brannte es auf einer Intensivstation im Weinheimer Krankenhaus. Auch der Jahreswechsel 2023 auf 2024 forderte mehrere Abteilungen gleichzeitig. Umso erfreulicher verlief der Übergang von 2024 auf 2025. Keine Einsätze. Keine verletzten Personen. Ein ruhiger Start ins neue Jahr.
Der Jahreswechsel 2025 auf 2026 zeigte jedoch ein anderes Bild. Die fast 280 Feuerwehrangehörige aller Abteilungen feierten privat, waren aber wie an jedem anderen Tag im Jahr jederzeit abrufbereit. Parallel trafen sich Einsatzkräfte der Feuerwehrabteilung Stadt im Feuerwehrzentrum, um auf mögliche Einsätze vorbereitet zu sein. Zeit zum gemeinsamen Feiern blieb an Silvester allerdings kaum.
Bereits gegen 20:15 Uhr wurde die Abteilung Stadt in die Leberstraße alarmiert. Ein Pkw war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer bereits gelöscht. Die Einsatzkräfte führten eine Brandnachschau durch und klemmten die Batterie ab. Es entstand erheblicher Sachschaden. Die Polizei übernahm die Ermittlungen.
Fast zeitgleich wurde ein Brand in der Stahlbadstraße gemeldet. Nach kurzer Suche stellte sich heraus, dass sich die Einsatzstelle in der Kirschenstraße befand. Zwei Mülltonnen standen in Brand. Mit einem weiteren Löschfahrzeug aus dem Feuerwehrzentrum wurde auch dieses Feuer schnell gelöscht. Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Gegen 21:30 Uhr folgte der nächste Alarm. Die Abteilungen Stadt und Sulzbach wurden in die Fichtestraße zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einer Gemeinschaftsunterkunft gerufen. Im Außenbereich war Sperrmüll in Brand geraten. Rauch zog ins Gebäudeinnere und löste die Anlage aus. Die Bewohner, die das Feuer durch die akustische Warnung der Brandmeldeanlage bemerkten, hatten bereits erste Löschmaßnahmen durchgeführt. Ein Trupp unter Atemschutz übernahm die Einsatzstelle und führte die Nachlöscharbeiten durch. Zwei Hochdrucklüfter der Weinheimer Feuerwehr sorgten für eine Entrauchung des Gebäudes. Nach rund 45 Minuten war der Einsatz beendet.
Noch während dieses Einsatzes wurde ein weiterer Brand in der Nordstadt gemeldet. Die Abteilung Sulzbach unterstützte die Abteilung Stadt mit einem zusätzlichen Löschfahrzeug. Vor einem Einkaufsmarkt brannte ein Mülleimer. Auch dieser Einsatz war schnell abgearbeitet.
Um 23:15 Uhr ging es erneut in die Viernheimer Straße, gegenüber dem Bauhof. Eine Couch und Sperrmüll standen beim Eintreffen der Feuerwehr bereits im Vollbrand. Ein Angriffstrupp unter Atemschutz löschte das Feuer zügig. Eine Ausbreitung wurde verhindert. Auch hier ermittelt die Polizei zur Brandursache.
Trotz der fünf Einsätze zwischen 20:00 Uhr und Mitternacht schafften es die Einsatzkräfte rechtzeitig zurück ins Feuerwehrzentrum. Pünktlich zum Jahreswechsel stießen sie gemeinsam auf das neue Jahr an. Die Einsatzdichte in dieser kurzen Zeitspanne war im Vergleich zu den Vorjahren außergewöhnlich hoch.
Nach Mitternacht blieb es zunächst ruhig. Um 1:26 Uhr folgte der erste Einsatz im neuen Jahr. In der Beckstraße brannte Unrat unter einem Baum. Kurz darauf kam es erneut in der Viernheimer Straße zu einem Brand. Ein Mülltonnenunterstand stand in Flammen. Weitere Kleinbrände folgten in der Mannheimer Straße, in der Breslauer Straße sowie durch Feuerwerksreste im Bereich Mannheimer Straße Ecke Wormser Straße. Gegen 3:00 Uhr waren alle Einsätze abgearbeitet.
Einsatzleiter vom Dienst war in dieser Nacht Matthias Bente. Er koordinierte das Einsatzgeschehen gemeinsam mit der Einsatzzentrale im Feuerwehrzentrum. Trotz der Vielzahl an Alarmierungen zeigte er sich erleichtert. Es handelte sich ausschließlich um Kleinbrände. Die Feuerwehr griff frühzeitig ein. Personen kamen nicht zu Schaden.
Auch Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach äußerte sich am Neujahrsmorgen erleichtert. Hinter der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim liegt ein forderndes Jahr. Für eine Organisation, die überwiegend ehrenamtlich arbeitet, bedeutet jede Einsatznacht zusätzlichen Aufwand neben Beruf und Familie. Dass sich in Weinheim so viele Menschen engagieren und Verantwortung übernehmen, ist keine Selbstverständlichkeit.
Der Jahreswechsel ist für viele eine Zeit guter Vorsätze. Die Feuerwehr Weinheim nimmt dies zum Anlass, auf das Ehrenamt aufmerksam zu machen. Ein funktionierender Brandschutz braucht Menschen, die bereit sind, sich einzubringen. Retten. Löschen. Schützen. Bergen. Mitglied werden bei der Freiwilligen Feuerwehr.
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