• Unwetterfront: 220 Einsätze wegen zahlreicher Sturmschäden und Überflutungen in Oberösterreich

    Foto: laumat/Matthias Lauber

Unwetterfront: 220 Einsätze wegen zahlreicher Sturmschäden und Überflutungen in Oberösterreich

OBERÖSTERREICH. Etwa 220 Einsätze hatte eine heftige Gewitterfront, welche Freitagabend über Oberösterreich gezogen ist, zur Folge. Oberösterreichweit standen 130 Feuerwehren im Einsatz, heißt es am späten Abend. Vielerorts rückten die Einsatzkräfte am Freitagabend zu Einsätzen nach dem Durchzug einer heftigen Gewitterfront durch Oberösterreich aus. In Gunskirchen (Bezirk Wels-Land) wurde beispielsweise das Dach des örtlichen Veranstaltungszentrum beschädigt. Das ganze Dach eines größeren Mehrparteienwohnhaus in Wels-Vogelweide hob bei einer Sturmböe ab und wurde umgeklappt. Die Feuerwehr musste zu Sicherungsarbeiten anrücken. Die Sicherungsmaßnahmen mussten dann aufgrund der starken Sturmböen, die das Blechdach immer wieder gefangt hatte, vorerst abgebrochen werden. Die Gefahr für die Einsatzkräfte war zu groß. In Neumarkt im Hausruckkreis und Kallham (Bezirk Grieskirchen) standen die Einsatzkräfte gleich bei mehreren Einsatzstellen aufgrund überfluteter Keller im Einsatz. Eine Unterführung in Neumarkt im Hausruckkreis musste ausgepumpt werden, nachdem Wasser und Schlamm die Pumpenanlage offenbar außer Gefecht setzten. Einige gemeldete Sturmschäden entpuppten sich dann glücklicherweise nicht so schlimm wie gemeldet. Ein Brand einer elektrischen Anlage im Freien in Krenglbach (Bezirk Wels-Land) konnte offenbar rasch gelöscht werden, der Einsatz war jedenfalls nach wenigen Minuten wieder beendet. Der Sturm sorgte auch für einige Stromausfälle, die meisten Kundenanlagen waren am späten Abend jedoch wieder versorgt. In Wolfsegg am Hausruck (Bezirk Vöcklabruck) verzeichnete die ORF-Wetterstation eine Windspitze mit 107 km/h, gefolgt von Enns (Bezirk Linz-Land) mit 94 km/h und Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf) mit 90 km/h. In Neumarkt im Hausruckkreis wurden innerhalb von 30 Minuten 50 Liter pro Quadratmeter Niederschlag registriert. Der Pegel der Dürren Aschach stieg innerhalb einer Stunde von 69 Zentimeter auf 175 Zentimeter an. "Insgesamt waren in den vergangenen vier Stunden oberösterreichweit 130 Feuerwehren bei rund 220 Einsätzen im Einsatz. Die Unwetterfront hat sich, wie prognostiziert, von Westen kommend nach Osten hin über nahezu das gesamte Bundesland gezogen. Hauptbetroffen sind die Bezirke Braunau, Grieskirchen, Ried und Schärding. Einsatzschwerpunkte sind unter anderem die Gemeinden Andorf (Bezirk Schärding), Kallham und Neumarkt im Hausruckkreis (Bezirk Grieskirchen). (...) In Wolfsegg am Hausruck (Bezirk Vöcklabruck) wurde eine Windböe mit einem Höchstwert von 107 km/h erfasst. Die Schwerpunkte der Feuerwehren gliedern sich in zwei Hauptbereiche. Diese sind einerseits die Beseitigung von Sturmschäden (Dachsicherungen, Baum auf Straße, Baum in Gebäude, ?), andererseits die Linderung der Auswirkungen von Überflutungen (Gebäude, Keller, Straßen, ?). Ein besonderer Einsatz, war eine Menschenrettung am Wolfgangsee, welche aufgrund des Sturms nicht beziehungsweise nur sehr erschwert möglich war. Die Person wurde, durch gleichzeitig alarmierte Kräfte aus dem Bundesland Salzburg gerettet." Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich, Presseaussendung


Quelle: www.laumat.at




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