Henstedt-Ulzburg (ots) -
Zu einem Großbrand eines Gebäudes kam es am Morgen des 1. Januar 2026 in Henstedt-Ulzburg.
Die Kooperative Rettungsleitstelle West in Elmshorn alarmierte am 01.01.2026 gegen 07:48 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg mit dem Einsatzstichwort "FEU" (Feuer, Standard) in die Bürgermeister-Steenbock-Straße. Hier kam es laut Anrufer zu einer Rauchentwicklung aus einem Gebäude.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage. Das Gebäude, welches ein in Flachdachbauweise gebautes Vereinsheim war, stand bereits in Vollbrand.
Durch den Einsatzleiter, Wehrführer Kristian Buch, wurde umgehend das Einsatzstichwort auf "FEU G" (Feuer, größer Standard) und kurz darauf auf "FEU 2" (Feuer, 2 Löschzüge) erhöht und alarmierte die komplette Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg.
Durch den starken Wind am Morgen trieb dieser das Feuer an, so dass in kürzester Zeit das komplette Dach im Vollfeuer stand und sich komplett auf das Gebäude ausbreitete. Die Rauchentwicklung war durch den Wind sehr stark und drückte diese nach unten, so dass eine Warnmeldung über die NINA-Warnapp getätigt wurde, zum Schließen der Fenster und Türen der Anwohner.
Die ersten Maßnahmen der Feuerwehr bestand darin eine Riegelstellung auf benachbarte Gebäude zu sichern. Ebenso wurde die Brandbekämpfung mit mehreren handgeführten Strahlrohren im Außenangriff vorgenommen. Hierzu kamen mehrere Trupps unter Atemschutz in den Einsatz. Ein Innenangriff war nicht mehr möglich.
Im Verlauf des Einsatzes wurden mehrere Abschnitte gebildet, um effektiv das Feuer von mehreren Seiten zu bekämpfen. Hierzu wurden mehrere Wasserleitungen teils auch über lange Wegstrecken aufgebaut, um aus dem Hydrantennetz eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten.
Um ausreichend Atemschutzgeräteträger sicherzustellen, wurde im Verlauf des Einsatzes erneut das Einsatzstichwort auf "FEU 3" (Feuer, 3 Löschzüge) erhöht und die Freiwillige Feuerwehr Kisdorf nachalarmiert. Um die Drehleiter effektiv nutzen zu können musste anfangs ein langer Knick von Ästen und Bäumen mittels Kettensägen bearbeitet werden. Danach konnte mittels Werfereinsatzes aus dem Drehleiterkorb eine Brandbekämpfung von oben stattfinden.
Dadurch, dass die Glutnester immer wieder aufflammten wurde ein Bagger zur Einsatzstelle bestellt. Das Gebäude wurde mit diesem entsprechend eingerissen, um diese löschen zu können. Diese Maßnahme führte dann schnell zum Erfolg.
Herausfordernd während des Einsatzes waren die Witterungsbedingungen aus Starkregen, Schneegraupel und teils stürmischen Winden. Durch den Wind entfachten sich mehrfach wieder Glutnester und flammten auf.
Damit die Einsatzkräfte sich während des kräftezehrenden Einsatzes wieder aufwärmen und trocknen konnten, öffnete der Pächter der anliegenden Tennishalle für die Einsatzkräfte die Türen. Hier kam auch die Betreuungsbereitschaft des DRK Kreis Segeberg zum Einsatz und verpflegte die Einsatzkräfte mit Getränken und warmen Essen.
Gegen 13:40 Uhr konnte dann der Rettungsleitstelle "Feuer aus" gemeldet werden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich noch bis in den Nachmittag hinein.
Verletzt wurde niemand.
Insgesamt waren knapp 130 Einsatzkräfte vor Ort. Die Polizei hat noch vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.
Seitens der Feuerwehr können keine Angaben zur Brandursache, Schadenshöhe, Personalien oder Verletzungen der Betroffenen gemacht werden.
Quelle: Original-Content von: Kreisfeuerwehrverband Segeberg, übermittelt durch news aktuell