• Foto: Jost Florian

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  • Foto: Warmuth Matthias

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Waldbrand

St. Lorenzen im Lesachtal, 26.04.2026 - Am vierten Tag des Einsatzes beim flächenmäßig größten Waldbrand in Österreich in der Gemeinde Lesachtal ist vorsichtige Entspannung angesagt. Die großen Brandherde am Berg konnten gelöscht werden und mit der Brandbekämpfung am Boden wurde heute Sonntag begonnen. Dazu wurde die F-KAT-Bereitschaft des Bezirkes Spittal an der Drau mit 60 Mann zum Einsatz beordert.

Bei der Pressekonferenz am Sonntag, dem 26.04.2026, nahmen Vertreter der Behörden und der Feuerwehr Stellung zur aktuellen Situation, die sich sichtlich entspannt hat.

Landeshauptmann Daniel Fellner richtet seinen persönlichen Dank an alle Einsatzkräfte der eingesetzten Organisationen. Entscheidend war die Verfügbarkeit von Hubschraubern zur Unterstützung der Arbeit im steilen Gelände. Ohne sie wäre die Bewältigung einer solch großen Fläche nicht möglich gewesen. Er hat auch aus anderen Bundesländern und sogar aus dem Ausland Unterstützungszusagen erhalten. Derzeit muss auf diese allerdings nicht zugegriffen werden. Er sagte der betroffenen Gemeinde auch schnelle finanzielle Hilfe zu und zeigt sich beeindruckt vom großen Zusammenhalt in den Gemeinden.

„Seit Ausbruch des Brandes am Donnerstagabend standen und sehen 980 Feuerwehrleute im Einsatz, Großteils indem sie die privaten und familiären Interessen hintanstellen. Beeindruckend ist der Zusammenhalt der Feuerwehren mit den anderen Einsatzorganisation und der Bevölkerung,“ zeichnet der Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Zimmermann sichtlich emotional berührt, ein Stimmungsbild.

Für den Leiter des Behördeneinsatzstabes, Bezirkshauptmann Dr. Heinz Pansi, ist das Zusammenspiel der Einsatzkräfte vorbildhaft und auch er unterstützt den von der Einsatzleitung geforderten Verbleib der Hubschrauber in den folgenden Tagen.

Für Bürgermeister Bernhard Knotz, selbst erst seit März 2026 im Amt, ist das ein weiterer Schicksalsschlag für die betroffene Bevölkerung in der Gemeinde. Nach der Sturmkatastrophe Vaia und den extremen Borkenkäferschäden ist dies der dritte Totalschaden für dieses Waldgebiet. Gemeinsam mit dem örtlichen Nahversorger und der Bevölkerung kümmert man sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte. Für ihn zeigt sich eindrucksvoll die immense Bedeutung des freiwilligen Feuerwehrwesens und der Verbundenheit mit der Bevölkerung in einer Gemeinde.

Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin sieht sich in der Neuausrichtung der Kärntner Waldbrandeinheiten sowie der Feuerwehr-Katastrophenhilfszüge positiv bestätigt. Der hohe Ausbildungsstand ist im Besonderen auch ein Erfolg für die Landesfeuerwehschule. Auch er bedankt sich für den überwältigen Zuspruch aus der Bevölkerung zur Feuerwehr.

Gespannt hörten die Medienvertreter auch dem Einsatzleiter Gerd Guggenberger zu. Er berichtete über den Hergang des Brandes seit Donnerstag und dass aktuell 360 Feuerwehrleute am Berg sind. Darunter auch ein Teil der F-KAT-Bereitschaft des Bezirkes Spittal mit 60 Mann. Vier Hubschrauber der Polizei und drei des Österreichischen Bundesheers sind im Einsatz. Der Löschwassertransport wird auch von ansässigen Landwirten mit Traktoren und Güllefässern erfolgreich unterstützt. Generell steht ausreichend Löschwasser zur Verfügung.

Sofern der Wind und die Sonneneinstrahlung heute Sonntag nicht stellenweise Flammen entfachen, werden am Boden Meter für Meter Glutnester ausgegraben und abgelöscht. Dies ist eine kräfteraubende, staubige und gefährliche Arbeit in der Hitze. Die Arbeiten werden mehrere Tage andauern. Morgen Montag wird die F-KAT-Bereitschaft aus Spittal von den Bezirken St. Veit/Glan und Feldkirchen abgelöst.



Quelle: Bezirksfeuerwehrkommando Hermagor




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