Weinheim (ots) -
Weinheim. Gegen 12:30 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Weinheim am 1.Mai mit den Abteilungen Stadt und Lützelsachsen-Hohensachsen in die Konrad-Adenauer-Straße alarmiert. Anwohner eines Mehrfamilienhauses meldeten einen ungewöhnlichen Geruch sowie eine leichte Verrauchung im Gebäude. Aufgrund der unklaren Lage und der Möglichkeit eines Kellerbrandes oder Gasaustritts rückten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst mit einem größeren Kräfteaufgebot an.
Beim Eintreffen bestätigte sich die gemeldete Lage zunächst. Aus dem Kellerbereich war ein leichter Dunst wahrnehmbar, begleitet von einem auffälligen Geruch. Die Einsatzkräfte leiteten umgehend vorbereitende Maßnahmen ein. Ein Löschangriff wurde in Bereitstellung aufgebaut. Ein Trupp ging unter Atemschutz zur Erkundung in den Keller vor. Zeitgleich wurde ein mobiler Rauchvorhang gesetzt, um eine Ausbreitung von Rauch in das Treppenhaus zu verhindern. Zusätzlich wurde ein Hochleistungslüfter positioniert, um das Gebäude und den Treppenraum im Bedarfsfall rauchfrei zu halten.
Im Rahmen der Erkundung konnte im Kellerbereich eine leichte Vernebelung sowie der gemeldete Geruch festgestellt werden. Hinweise auf einen offenen Brand oder eine akute Gefahrenlage ergaben sich jedoch nicht. Dennoch wurde die Suche nach einer möglichen Ursache konsequent fortgeführt. Neben den Kellerräumen wurden auch Technikbereiche überprüft.
Zur weiteren Abklärung wurde der zuständige Energieversorger, die Stadtwerke Weinheim, zur Einsatzstelle hinzugezogen. Eine Überprüfung der Gasinstallation erfolgte parallel zu den Maßnahmen der Feuerwehr. Auch hierbei konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden.
Während der laufenden Erkundungsmaßnahmen kam es im unmittelbaren Einsatzbereich zu einer Störung durch einen Autofahrer. Dieser forderte unmittelbar nach Eintreffen der Einsatzkräfte, dass die Feuerwehrfahrzeuge zur Seite gefahren werden, um ihm die Weiterfahrt zu ermöglichen. Die Polizei Weinheim übernahm die Klärung, erklärte die Einsatzlage und stellte klar, dass die Maßnahmen der Gefahrenabwehr Vorrang haben. Der Autofahrer zeigte schließlich doch noch Verständnis und wartete, sodass die Feuerwehr ihre Arbeit ohne weitere Einschränkungen fortsetzen konnte.
Nach Abschluss der Erkundung und Kontrolle aller relevanten Bereiche wurde das Gebäude umfassend belüftet. Im Anschluss kontrollierten die Einsatzkräfte erneut die betroffenen Bereiche. Es konnten keine weiteren Auffälligkeiten festgestellt werden. Eine konkrete Ursache für die Geruchs und Dunstentwicklung ließ sich nicht feststellen.
Für die Bewohner bestand zu keiner Zeit eine akute Gefahr. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr Weinheim empfiehlt, Betriebsmittel wie Kraftstoffe sowie Gas Kartuschen nicht in Kellerräumen von Mehrfamilienhäusern zu lagern, da bereits geringe Mengen zu Geruchsbelastungen und im Ernstfall zu erheblichen Gefahren führen können. Ein Zusammenhang mit derartigen Stoffen konnte aber bei diesem Einsatz nicht nachgewiesen werden.
Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst konnten wieder einrücken.
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