• Foto: Christopher Hendrichs, Pressesprecher Feuerwehr Lennestadt

    ots/Feuerwehr Lennestadt

Lkw-Brand auf der B55 - aufwendige Löscharbeiten bei brennendem Sattelzug

Lennestadt (ots) -

Am heutigen Montag, 19. Oktober 2026, wurde die Feuerwehr Lennestadt gegen 11:13 Uhr zu einem Lkw-Brand auf die B55 zwischen Bonzel und Bonzelerhammer alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Fahrerkabine eines Sattelzuges bereits in Vollbrand. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt zudem auf die Ladung des Fahrzeugs übergegriffen. Der Sattelzug war mit mehreren Tonnen Altholz beladen.

Die Feuerwehr leitete unmittelbar die Brandbekämpfung ein. Unter schwerem Atemschutz ging zunächst ein Trupp mit einem handgeführten Hohlstrahlrohr gegen die Flammen im Bereich der Fahrerkabine vor. Aufgrund der hohen Brandintensität und der großen Menge an brennbarem Material wurde eine umfangreiche Wasserversorgung benötigt. Diese erfolgte in der Anfangsphase über zwei Tanklöschfahrzeuge. Im weiteren Einsatzverlauf konnte die Löschwasserversorgung über das örtliche Hydrantennetz sichergestellt werden.

Da das Feuer bereits auf die Altholzladung im Auflieger übergegriffen hatte, waren im weiteren Verlauf mehrere Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Sie löschten die Ladung ab und kontrollierten diese fortlaufend auf verbliebene Glutnester. Gerade innerhalb der dicht gelagerten Altholzmenge konnten sich weiterhin Glut- und Brandstellen befinden, die von außen nur eingeschränkt erreichbar waren.

Zur Unterstützung der Feuerwehr kam deshalb auch das Technische Hilfswerk zum Einsatz. Mithilfe eines Baggers wurde eine Schaufel der Altholzladung aus dem Auflieger entnommen. Darüber hinaus wurde die verbliebene Ladung im Auflieger mit dem Bagger gezielt bewegt und aufgelockert. Dadurch konnten bislang verdeckte Bereiche freigelegt, mögliche Glutnester besser erkannt und anschließend durch die unter Atemschutz eingesetzten Feuerwehrkräfte gezielt abgelöscht werden. Eine vollständige Entladung des Aufliegers war nicht erforderlich.

Durch die Brandbeaufschlagung war zudem der Fahrzeugtank beschädigt worden. Dieser wurde durch die Feuerwehr fortlaufend kontrolliert und der Bereich entsprechend abgesichert. Gleichzeitig wurden vorbereitende Maßnahmen getroffen, damit der im Tank befindliche Dieselkraftstoff im weiteren Verlauf durch ein Bergungsunternehmen abgepumpt werden konnte.

Ein wichtiger Bestandteil des Einsatzes war zudem die Einsatzstellenhygiene. Insbesondere die unter Atemschutz eingesetzten Kräfte waren während der Brandbekämpfung Brandrauch, Ruß, Schmutz und weiteren Verbrennungsrückständen ausgesetzt. Nach ihrem Einsatz wurden die betroffenen Trupps daher im Rahmen der Einsatzstellenhygiene dekontaminiert. Verschmutzte Einsatzkleidung und Ausrüstung wurden entsprechend behandelt, um eine Verschleppung gesundheitsschädlicher Rückstände in Einsatzfahrzeuge, Feuerwehrhäuser und den privaten Bereich möglichst zu vermeiden.

Während der umfangreichen Lösch-, Kontroll- und Bergungsarbeiten musste die B55 zwischen Bonzel und Bonzelerhammer in beide Fahrtrichtungen vollständig gesperrt werden.

Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte und Vertreter verschiedener Organisationen und Behörden vor Ort. Neben der Feuerwehr Lennestadt waren das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, der Rettungsdienst des Kreises Olpe, das Umweltamt sowie die Stadtwerke Lennestadt in die Einsatzmaßnahmen eingebunden.



Quelle: Original-Content von: Feuerwehr Lennestadt, übermittelt durch news aktuell




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