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Umfangreicher Gefahrguteinsatz in Velbert-Mitte erfolgreich abgeschlossen

Velbert (ots) -

Ein umfangreicher Gefahrguteinsatz beschäftigte die Feuerwehr Velbert sowie zahlreiche überörtliche Einsatzkräfte am vergangenen Wochenende (27. und 28.06.2026) auf der Sternbergstraße in Velbert-Mitte.

Über zwei Tage hinweg arbeiteten Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Rettungsdienst gemeinsam daran, einen weiterhin reagierenden chemischen Stoff sicher zu bergen und eine Gefährdung für die Bevölkerung sowie die Einsatzkräfte auszuschließen.

Ausgangspunkt des Einsatzes war ein Gebäudeteil, in dem rund 120 Kartons mit einem chemischen Stoff gelagert waren. Aus bislang ungeklärter Ursache begann der Stoff miteinander zu reagieren. Hierdurch entstanden eine erhebliche Wärmeentwicklung sowie giftige Dämpfe.

Die ersten Maßnahmen begannen am Samstagnachmittag. Die Erkundung und Bergung des Gefahrstoffes erwiesen sich als äußerst anspruchsvoll, da der Stoff kontinuierlich weiter reagierte.

Zunächst konnten die Kartons durch die eingesetzten Trupps unter schwerem Atemschutz händisch geborgen und in bereitgestellte Entsorgungscontainer verbracht werden. Mit fortschreitender Reaktion des Stoffes war diese Vorgehensweise jedoch nicht mehr möglich. Daher musste die Bergung im weiteren Einsatzverlauf durch Spezialgerät des Technischen Hilfswerks unterstützt werden.

Die Arbeiten zogen sich bis in die Nacht hinein und mussten aufgrund eines aufziehenden Unwetters vorübergehend unterbrochen werden. Die Einsatzstelle wurde gesichert und bis zum nächsten Morgen überwacht.

Am Sonntag wurden die Maßnahmen fortgesetzt. Um eine mögliche Ausbreitung von Gefahrstoffstäuben zu verhindern, errichtete die Feuerwehr Velbert beidseitig des Arbeitsbereiches sogenannte Hydrowände. Diese Wassernebelwände dienten dazu, eventuell freigesetzte Staubpartikel unmittelbar niederzuschlagen und deren Ausbreitung zu verhindern.

Im weiteren Einsatzverlauf wurde das Gefahrgut mithilfe eines Schreitbaggers sowie eines Radladers aus dem Gebäude entfernt.

Anschließend musste das Material unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von Hand mit Schaufeln geborgen werden. Aufgrund der hohen Außentemperaturen sowie der körperlich äußerst belastenden Arbeiten in Chemikalienschutzkleidung war ein hoher Personalaufwand erforderlich. Die eingesetzten Trupps wurden deshalb in kurzen Intervallen ausgetauscht. Nach jedem Einsatzdurchgang durchliefen die Einsatzkräfte eine Dekontaminationsschleuse, um eine Verschleppung von Gefahrstoffen auszuschließen.

Während der gesamten Einsatzmaßnahmen blieb die Sternbergstraße voll gesperrt. Der Grundschutz für das Stadtgebiet Velbert wurde währenddessen durch ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr Velbert sichergestellt.

Nach Abschluss aller Bergungsarbeiten wurde das betroffene Gebäude durch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks gegen unbefugtes Betreten gesichert. Anschließend konnten sämtliche Maßnahmen beendet und die Einsatzstelle an das Ordnungsamt der Stadt Velbert übergeben werden.

An dem Einsatz beteiligt waren Einsatzkräfte der Feuerwehr Velbert sowie der Feuerwehren aus Ratingen, Erkrath, Langenfeld, Hilden und Wuppertal. Darüber hinaus unterstützte das Technische Hilfswerk mit Kräften der Ortsverbände Duisburg, Mülheim, Remscheid, Heiligenhaus/Wülfrath, Solingen und Velbert, die Polizei Velbert sowie das Deutsche Rote Kreuz, OV Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus. Insgesamt waren rund 140 Einsatzkräfte im Einsatz.

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Behörden, Organisationen, Unternehmen und Hilfskräften für die hervorragende, professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Durch das engagierte Zusammenwirken aller Beteiligten konnte die anspruchsvolle Einsatzlage sicher und erfolgreich bewältigt werden.



Quelle: Original-Content von: Feuerwehr Velbert, übermittelt durch news aktuell




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