Einsatzgrund: Waldbrand
Einsatzort: 8103 Gratwein-Straßengel, OT Eisbach-Rein, Mühlbachkogel
Alarmzeit: 25.04.2026, 12.00 Uhr (Einsatzende offen)
Seit Samstagmittag kämpfen steirische Feuerwehrmitglieder gegen einen Waldbrand in Eisbach-Rein (Gemeinde Gratwein-Straßengel, Graz-Umgebung). Durch die abgelegene Lage, Trockenheit und Wind konnte sich das Feuer bisher auf eine Fläche von etwa 50 Hektar ausbreiten. Laufend werden Feuerwehr-Einheiten angefordert, um die eingesetzten Mannschaften zu unterstützen und abzulösen.
Die derzeitige Situation trägt momentan zu keiner Entspannung bei.
PM Langfassung:
Samstagmittag wurde die zuständige Feuerwehr Eisbach-Rein zu einem Waldbrand auf den Mühlbachkogel alarmiert und musste schon rasch feststellen, dass der Einsatz große Ausmaße annehmen würde.
Rasch wurden daher Feuerwehren des Abschnittes hinzu alarmiert. Zudem wurden die Module der Waldbrandeinheiten des Bereichsfeuerwehrverbandes Graz-Umgebung in Marsch gesetzt und der Flugdienst angefordert.
VON DER WALDBRANDÜBUNG ZUM ERNSTFALL
Dabei geriet der Flugdienst von einer angelegten Waldbrandübung im Raum Deutschlandsberg direkt in das Einsatzgeschehen in Eisbach-Rein. Später folgten Feuerwehrkräfte aus dem Bereich Voitsberg, von der Übung in den Einsatz.
Während der Einsatzleiter ABI Hannes Koch von der Einsatzstelle in etwa 800 m Seehöhe die Maßnahmen leitete, konnte dieser auf seinen eingerichteten Stab am Fuße der Erhebung zurückgreifen. Vor dort aus wurden die ankommenden Kräfte in die entsprechenden Einsatzabschnitte entsendet und die Erweiterungen der Löschmannschaften abgewickelt.
Etwa vier Stunden nach der Alarmierung standen etwa fünf Hektar Wald in Flammen und 160 Einsatzkräfte standen im Löscheinsatz. Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurden rund 280 Feuerwehrmitglieder eingesetzt.
REDUZIERTE EINSATZTÄTIGKEIT IN DER NACHT
Fünf Hubschrauber des Innenministeriums leisteten Löschhilfe aus der Luft und wurden für Erkundungsflüge eingesetzt. Die Brandbekämpfung wurde aufgrund der Gefahren bei Dunkelheit auf ein Minimum zurückgeschraubt. Die Planungen für den nächsten Tag wurden vorgenommen.
WIND ALS BRANDBESCHLEUNIGER
Durch die reduzierten Einsatztätigkeiten und aufkommenden Wind erreichte das Feuer über Nacht eine Größe von etwa vierzig Hektar. Dagegen stemmten sich seit den frühen Morgenstunden 400 Feuerwehrmitglieder aus mehreren Bereichen.
FEUERWEHRLEUTE AUS DER HALBEN STEIERMARK IM EINSATZ
Am frühen Sonntagnachmittag stehen laut KHD-Kommandant ABI Marc Pacher 460 Feuerwehrmitglieder aus der halben Steiermark im Einsatz. Die betroffene Fläche hat sich auf etwa 55 Hektar Wald ausgebreitet.
Mit sechs Hubschraubern führt man die Brandbekämpfung aus der Luft bis zum Einbruch der Dunkelheit fort.
(Feuerwehren aus den BFVG GU, WZ, FB, FF, BM, HB, RA, DL, 2 Hubschrauber ÖBH, 2 Hubschrauber BMI, 1 Hubschrauber HeliAir im Einsatz).
PLANUNGEN FÜR DIE NÄCHSTEN TAGE STEHEN AN
Für die Brandbekämpfung geht man von noch mehreren Tagen aus. Grund dafür ist die anhaltende Trockenheit und der zunehmende Wind.
Dafür geht man schon jetzt in die Planung …
Quelle: LM Roman Hußnigg-Peukert, ÖA BFVGUA6, BFÜST S5