Kranfahrzeug und Schadstoffberatungsdienst bei Großbrand beim Zentralverschiebebahnhof Kledering im Einsatz
Am 20.10.2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Mödling mit dem dort stationierten Kranfahrzeug des NÖ Landesfeuerwehrverbandes sowie einem Wechselladerfahrzeug zur Unterstützung bei einem Großbrand auf einer Bahnstrecke im Bereich des Zentralverschiebebahnhofs Kledering (Bezirk Bruck an der Leitha) angefordert. Mehrere umgestürzte Güterwaggons, beladen u.a. mit Elektrofahrzeugen, standen in Brand.
Nachdem die Brandbekämpfung durch die eingesetzten Feuerwehren erfolgreich abgeschlossen werden konnte, begannen die Bergungsarbeiten der ausgebrannten Fahrzeuge. Aufgrund der besonderen Gefahren, die von beschädigten Hochvoltbatterien sowie möglichen Schadstoffbelastungen ausgingen, waren dabei umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.
Das Kranfahrzeug der FF Mödling wurde gemeinsam mit Wechselladerfahrzeugen mehrerer Feuerwehren eingesetzt, um die ausgebrannten Fahrzeugwracks vom Gleisbereich zu heben und für den weiteren Abtransport zu verladen. Mit Hilfe des Krans und entsprechender Kettengehänge konnten die Fahrzeuge kontrolliert angehoben und auf die bereitgestellten Wechselladerfahrzeuge verladen werden. Insgesamt wurden im Zuge der Bergungsarbeiten sechs Fahrzeuge geborgen und in Mulden zum Umweltschutzgleis des Zentralverschiebebahnhofs transportiert.
Aufgrund des Brandes mehrerer Elektrofahrzeuge wurde bereits während der Löscharbeiten der Schadstoffberatungsdienst angefordert. Ziel war es, mögliche Schadstoffbelastungen im Einsatzbereich zu beurteilen und die Einsatzleitung hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise bei den Bergungsarbeiten sowie der erforderlichen Schutzmaßnahmen zu beraten.
In Abstimmung mit den örtlichen Feuerwehrkräften wurden Messungen durchgeführt, Gefahrenbereiche beurteilt und entsprechende Absperrgrenzen festgelegt. Dadurch konnten jene Bereiche definiert werden, in denen aufgrund möglicher Schadstoffbelastungen besondere Vorsicht und zusätzliche Schutzausrüstung erforderlich waren.
Die Messergebnisse dienten als wichtige Grundlage für die sichere Durchführung der Bergungsarbeiten und der Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Einsatzhygiene und Dekontamination der Einsatzkräfte.
Nach Abschluss der Bergungsarbeiten konnte der Einsatz für die FF Mödling um etwa 23:30 Uhr beendet werden.
Quelle: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Mödling