Neunkirchen (ots) - Eine regelrechte Brandserie hielt die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen die ganze Nacht zum Samstag, 17. Januar hindurch auf Trab. Ab 1:45 Uhr musste die Neunkircher Wehr an verschiedenen Orten in der Innenstadt und im Stadtteil Wellesweiler insgesamt sechs Brände bekämpfen. Das gravierendste Feuer wütete in einer Garage in der Albert-Schweitzer-Straße. Aus dem angrenzenden Wohnhaus mussten die Feuerwehrleute sieben Bewohner vor giftigem Brandrauch in Sicherheit bringen. Zum ersten Mal wurde die Feuerwehr Neunkirchen in der Nacht zum Samstag um 1:45 Uhr zum Einsatz gerufen. Die Angehörigen des Löschbezirks Wellesweiler mussten in der Eisenbahnstraße in der Ortsmitte eine in Brand geratene Mülltonne ablöschen. Nach einer knappen halben Stunde hatten die Feuerwehrleute den Routineeinsatz abgearbeitet und konnten wieder einrücken. Zwei Stunden nach dem ersten Einsatz wurde gegen 3:45 Uhr zum zweiten Mal für die Nacht Alarm für die Neunkircher Wehr ausgelöst. Dieser Alarm galt dem Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt. In der Albert-Schweitzer-Straße hatten Anwohner über den Notruf ein Feuer in einer Garage gemeldet. Ein Auto stand zum Glück nicht in der Garage, dafür brannten aber zahlreiche in ihr eingelagerte Gegenstände unter einer starken Rauchentwicklung. Der Brandrauch stieg nicht nur in den dunklen Nachthimmel auf, sondern suchte sich durch eine Rohrverbindung auch seinen Weg in das angrenzende Wohnhaus.
Ein Feuerwehrmann, der eigentlich auf dem Weg an die Feuerwache war, stoppte am Einsatzort in der Albert-Schweitzer-Straße, um den Anwohnern Hilfe zu leisten. Er half dabei die sieben teilweise noch schlafenden Hausbewohner zu wecken und ins Freie zu geleiten. Als kurz darauf das erste Löschfahrzeug am Einsatzort eintraf befanden sich bereits alle Hausbewohner unverletzt in Sicherheit. Die Feuerwehrleute konnten sich vollends auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Bei den Löscharbeiten unterstützte auch der Löschbezirk Wiebelskirchen mit zusätzlichen Feuerwehrleuten für den Atemschutzeinsatz.
Der Einsatz in der Albert-Schweitzer-Straße war noch lange nicht abgeschlossen, da erreichte gegen 4:20 Uhr die nächste Feuermeldung die Neunkircher Wehr. In der Hüttenbergstraße war über den Notruf eine brennende Mülltonne gemeldet worden. Vor Ort entdeckten die Feuerwehrleute noch eine zweite in Flammen stehende Mülltonne im Bereich der Jakobstraße. Während die Feuerwehrangehörigen die beiden Mülltonnen ablöschten, wurden sie von einem aufgeregten Anwohner aus der nahen Rollerstraße angesprochen. Auch an seinem Haus hatte eine Mülltonne gebrannt. Ihm war es jedoch gelungen die zwischen geparkten Autos und Haus brennende Tonne selbstständig abzulöschen. Die Feuerwehrangehörigen beruhigten den Mann und kontrollierten den Erfolg seiner Löschmaßnahmen.
Der letzte Alarm dieser für die Neunkircher Feuerwehrleute schlaflosen Nacht führte sie gegen 5:20 Uhr wieder zurück nach Wellesweiler. Der örtliche Löschbezirk musste erneut in die Eisenbahnstraße ausrücken und dort nun einen brennenden Papiercontainer löschen. Erst gegen 6:20 Uhr konnten die letzten Einheiten der Feuerwehr Neunkirchen ihren Einsatz beenden und wieder einrücken.
Die Polizei nahm bei allen sechs Bränden in der Nacht zum Samstag Ermittlungen zur Brandursache auf.
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